GES-Logo
GES-Schriftzug

Schwere sechsachsige Elektrolokomotive E 94 088
"Deutsches Krokodil"

E94 088

Die 6-achsigen Elektrolokomotiven der Baureihe E 94 sind als direkte Weiterentwicklung der Baureihe E 93 zu betrachten, die bereits ab 1933 an die Deutsche Reichsbahn ausgeliefert und zunächst von Kornwestheim aus eingesetzt wurden.

Insbesondere sollte die Durchlassfähigkeit auf schwierigen Rampenstrecken wie der Geislinger Steige und der Frankenwaldbahn erhöht werden, aber auch ein Einsatz auf den Alpenrampen Arlbergbahn, Karwendelbahn, Karawankenbahn, Tauernbahn und Brennerbahn wurde bereits bei der Planung der Maschine vorgesehen, nachdem im März 1938 deutsche Truppen in Österreich einmarschiert waren und das Land praktisch an das Deutsche Reich annektiert war. Wegen ihrer strategischen Bedeutung wurde diese Baureihe bis 1945 auch als KEL [Kriegsellok] 2 bezeichnet.

Ab 1940 wurde die leistungsfähigere und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h deutlich schnellere E 94 als Zug-, Vorspann- und Schiebelokomotive im Güterzugverkehr eingesetzt. Die Lokomotive ist in der Lage,

Von den bis 1945 insgesamt 146 gebauten Maschinen befanden sich nach Kriegsende zum Stichtag 31.12.1945 36 fahrbereite und 8 defekte Exemplare in Österreich. Bis Ende Oktober 1953 waren auch die letzten Maschinen aufgearbeitet. Damit standen dem Betrieb 44 Lokomotiven dieser Bauart zur Verfügung, die zum 1. April 1954 die neue Baureihenbezeichnung 1020 erhielten. Hinzu kamen im Laufe des Jahres 1954 drei Nachbauloks, die zwar mechanisch weitgehend der E 94 entsprachen, deren elektrischer Teil aber auf rein österreichische Verhältnisse angepasst worden war, um einen Tausch mit Ersatzteilen der Neubauloks zu ermöglichen.

Bis zum Ende ihrer Einsatzzeit im Jahr 1995 wurden die Lokomotiven mehrfach umgebaut, ab 1967 wurden sie im Rahmen einer Hauptausbesserung mit Generalüberholung (HG) umfangreich modernisiert. Äußerlich zu erkennen waren die modernisierten Loks

An technischen Verbesserungen sind erwähnenswert

Stationiert waren Maschinen der Baureihe 1020 hauptsächlich in den Bahnbetriebswerken Bludenz, Innsbruck, Salzburg und Villach. Über Jahrzehnte hinweg war die E 94 die wichtigste Stütze der elektrischen Zugförderung in Österreich, und auch Züge in das benachbarte Ausland wurden mit E 94 bespannt. So wurden unter anderem München (Deutschland), Tarvisio (Italien) und Jesenice (Slowenien) erreicht.

Ab 1983 gingen mit den drei Nachbaulokomotiven die ersten 1020er aus dem Betriebsdienst. Bis 1995 wurden alle Maschinen der Baureihe 1020 bzw. E 94 ausgemustert.

Unsere E94 088 wurde 1943 von KM (mechanischer Teil) und SSW (elektrischer Teil) gebaut und dem BW Salzburg zugewiesen. Bei Kriegsende war sie in Schwarzach - St.- Veit beheimatet, bereits im März 1946 aber wieder nach Salzburg umbeheimatet. Von der ÖBB wurde sie in 1020.10 umgezeichnet und schließlich zum 1. August 1994 ausgemustert .

Unsere E94 088 wurde in Kornwestheim in Eigenleistung betriebsfähig aufgearbeitet und steht seit dem 23.08.2013 für Einsätze zur Verfügung.